Tae Kwon Do und das Militär in Südkorea

Training allgemein, Techniken, rechtliche Grenzen und so weiter
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seomin
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Tae Kwon Do und das Militär in Südkorea

Beitrag von seomin »

Hallo

ich habe es mir erlaubt, die Schreiben etwas anzupassen.
Neue Fotos und den Text nur in kleinen Sätzen geändert.


Wenn wir uns über Tae Kwon Do oder koreanisches Karate unterhalten, dann fällt irgendwann der Name der militärischen Trainingsstätte - Oh-Do-Kwan.
Im Jahre 1953 wurde auf Anweisung des Generals Choi Hong-hi der Leutnant Nam Tae-hi ( ein koreanischer Karate-Meister, des Cheongdo-Kwan ) mit der Ausbildung der 29. Division beauftragt.
Dieser Meister Nam führte 1954 mit fünfzig Kampfsportlern aus der 29. Division eine Kampfkunst- Show vor, die neben einigen wichtigen Generälen auch der Präsident von Südkorea Rhee sah.
Dort führte Nam Tae-hi an einem Stapel von 13 tönernen Dachziegeln , jede 2 Zentimeter dick, einen erfolgreichen Bruchtest durch.

Das war der Anfang. Der Präsident war begeistert und der General Choi Hong-hi bekam den Auftrag diese Kampfsport-Art auch anderen Soldaten beizubringen.
Da der Name : koreanisches Karate : Tang Soo Do, Kong Soo Do...
immer an die Besetzung von Korea durch die Japaner erinnerte, wollte General Choi Hong-hi
einen neuen Namen für " seine Kampfsport-Art " Tae Kwon Do.

Die Geschichte des Taekwondo wird von Alex Gills in seinem Buch: Tödliche Kunst,
die Geschichte des Tae Kwon Do sehr gut erzählt.
Mir war vieles unbekannt oder von meinen Taekwondo- Taekwon-Do Meistern völlig anders erzählt worden.

Einfach lesen und verstehen, warum es die ITF und die WT und viele andere Tae Kwon Do Verbände gibt.
Wer mitreden will, der muß sich mit diesem Buch beschäftigen.

:roll:

Nachtrag:

Wenn wir von der Verbindung " koreanisches Karate " und Soldaten spreche, dann habe ich etwas vergessen.
Die Kido Kwan Martial Arts International
hat den Artikel: Budo Demolition Tiger-Division der koreanischen Armee im Krieg in Vietnam,vorgestellt;
über 7 Seiten mit einigen Fotos


Wobei es leider eine Tatsache ist, da wird einiges nur durch die Brille der Werbung gesehen.
Der Krieg wird immer mit Waffen ausgetragen, Nahkampftechniken spielen keine große Rolle,
wer am meisten leiden muß ist die Zivilbevölkerung.
Die Soldaten aus Südkorea hatten auch ihre " Trostfrauen " in Vietnam - etwas was die Japaner in Südkorea den Frauen auch angetan haben.
Ob wir Männer durch den Krieg anders werden?
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seomin
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Re: Tae Kwon Do und das Militär in Südkorea

Beitrag von seomin »

Tae Kwon Do und das Militär

da erlaube ich es mir und verweise auf die Taekwondo Aktuell.
Dort finde ich seit der Ausgabe September 2021
Artikel: Im Auftrag des Kukkiwon - olympisches oder WT- Taekwondo -
in der Oktober Ausgabe: Byung -Hee Lee kam 1972 nach Malaysia um Taekwondo Sportler für die Olympischen Spiele in Barcelona vorzubereiten.

Als Beispiel gehe ich auf Taekwondo-Defense ein
Da Taekwondo WT nach den Zeilen von " Taekwondo Defense " nur noch die sportliche Richtung ist, die die
Olympische Spiele bedient, entstand die neue Richtung Taekwondo Defense.
Taekwondo Defense ist eine realistische, moderne Selbstverteidigung für Kampfsportler, Polizei und Mili
tär.
Eine realistische, moderne Selbstverteidigung für Kampfsportler -und natürlich - wie immer in solchen Werbung auch für Polizei und Militär.
Die Aufgaben von Polizei und Militär sind klar definiert.
Der Bürger kann sich immer entscheiden, fühlt er sich der Situation gewachsen - wenn nicht holt er oder sie Hilfe, verständigt die Polizei.
Nur die Fotos von der Taekwondo Aktuell von den Ausbildern Taekwondo Defense und den Ausbildern bei der Bundeswehr in Nahkampf vergleichen.

Selbstverteidigung für den " normalen " Menschen der als Hobby Kampfsport betreibt.
Selbstverteidigung beginnt damit, dass ich die Gefahr erkenne,
aufmerksam bin und nur als letztes Mittel den Kampf wähle.
Wenn ich mir die Unterlagen für das Seminar durchlese, dann finde ich diesen wichtigen Baustein leider nicht.

Selbstverteidigung die funktioniert, von Andreas Häckel , Pietsch-Verlag,
erläutert da einiges, auch die rechtlichen Grundlagen der Selbstverteidigung.
www.selbstverteidigung-pur-com.de


Jetzt komme ich auf den Beauftragten Meister des Kukkiwon Byung-Hee Lee zurück.
In diesem Artikel finde ich überraschend viele Fotos vom Meister mit der Polizei.
Herr Byung-Hee Lee ist Dispatch-Master des Kukkiwon in Südkorea und daher auch Chef-Instruktor
für die Polizei von Malaysia.

Der Kukkiwon Dispatch Meister Jun-Seok Park lebt im bolivianischen Cochabamba.
Nach seinen Worten, ist die Hauptaufgabe des Dispatch Meister das Taekwondo bei der bolivianischen Armee zu etablieren.

Was unterrichten dann die Kukkiwon Dispatch Meister?


Bin gespannt, ob ich eine Antwort bekomme??
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seomin
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Re: Tae Kwon Do und das Militär in Südkorea

Beitrag von seomin »

Tae Kwon Do und das Militär in Südkorea

da möchte ich noch einmal kurz den Artikel: Werbung : Seminar Taekwondo-Defense ,
in der Taekwondo Aktuell ansprechen.

Ich erlaube es mir eine andere Meinung vorzutragen.
Einfach, ich war bei der Bundeswehr Zeitsoldat und zu meiner Ausbildung gehörte auch WSV -
Selbstverteidigung ohne Waffen -.

Die Ausbildung für Polizeibeamte und Soldaten hat eine völlig andere Zielrichtung als
ein Lehrgang : Selbstverteidigung für " normale Kampfsportler ".

Wer da einen deutlichen wird, siehe diesen Link:
https://ju-jutsu.de

einfach unter Lehrgängen nachsehen.
Dort finden sich Behördenlehrgang nur für Polizei, Zoll, Justiz, Bundeswehr und diese Seminare
können nur mit Dienstausweis besucht werden.
Siehe auch die Fotos vom G 20 Gipfel in Hamburg -

unter:
https://www.bundeswehr.de/heer/aktuell/

findet sich einiges vom Heer = Landstreitkräfte,
die Soldaten für den Häuserkampf, Kampf in Tunnelanlagen, usw. ausbilden.
Auch einiges über den Einsatz in Afghanistan der von der Politik falsch eingeschätzt wurde,
wer da überrascht war, daß die Taliban wieder an der Macht sind. Sollte sich fragen, warum?

Das Militär und die Polizei haben völlig verschiedene Ansprüche an eine Ausbildung ohne Waffen.
Ein Modul Selbstverteidigung für Zivilisten - normale Bürger/innen - wie das Aussehen könnte,
das stellt das Ju-Jutsu des DJJV vor.
Einfach im Link oben nachlesen.

Ich- ist meine persönliche Ansicht - finde es lächerlich, wenn Trainer die Ausbildung von Soldaten,
Polizeibeame und normale Menschen in einen Topf werfen.
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seomin
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Re: Tae Kwon Do und das Militär in Südkorea

Beitrag von seomin »

Tae Kwon Do und das Militär in Südkorea

warum noch einige Zeilen zu diesem Thema?

In unserer friedlichen Zeit in Europa. Viele Bürger dieses Landes haben sich nie dafür interessiert,
warum Bundeskanzler Herr Schröder unsere Soldaten nach Afghanistan geschickt hat.
Warum dort viele Soldaten gestorben , viele nach dem Einsatz dienstunfähig wurden.

Daher finde ich - was ein " normaler " Bürger/in in einem Kampfsport-Dojo- Dojang oder Turnhalle lernt -
ist sinnvoll.
Aber warum sollte ein Soldat von der Ausbildung in Taekwondo Defense begeistert sein ? Möchte ich als -Kampfsport- Ausbilder mitreden, dann sollte ich bei der Bundeswehr gewesen sein.
Oder einfach nur einige Bücher über das Thema, etwa:
Deutsche Soldaten im Krieg, die Bundeswehr in Afghanistan, eine Bilddokumentation sorgfältig lesen.

Soldaten werden die " waffenlose Selbstverteidigung " als letztes Mittel einsetzen.
Eine sorgfältige, lange Ausbildung über mehrere Monate, in Nahkampftechniken ?
Warum?

Der Feind greift mit Waffen oder Sprengsätzen an, nur die überlege Ausbildung und Bewaffnung
ist wichtig.
Wird wie in Afghanistan die Lage, die Bevölkerung, das Militär einfach falsch beurteilt, dann
sind 20 Jahre - die unsere Soldaten - dort waren vergebens.

Wer sich weiter mit diesem Thema beschäftigen möchte,

für Großbritannien sind " fremde Soldaten die Gurkha " in den Kampf gezogen.
Diese Soldaten aus Nepal und ihr Khukuri sind gefürchtet.
Das ist das Messer der Gurkhas.
Aber es sind auch über 60 000 Gurkha Soldaten für England gefallen.

Daher Taekwondo ist olympisches Sport-Art, Taekwon-Do der ITF wird als Wettkampfsport ausgeübt,
das traditionell Taekwon-Do hat seine Ziele.
Aber es sollte jedem Trainer klar sein, die " waffenlose Selbstverteidigung " bei den Ordnungsbehörden, der
Bundeswehr ist völlig anders aufgestellt.

Ob jemand sich aufrafft und schreibt???
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seomin
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Re: Tae Kwon Do und das Militär in Südkorea

Beitrag von seomin »

Hallo

das Taekwondo in Südkorea und das Militär

https://www.deutschlandfunk.de/das-massaker-an...

Südkorea hatte nach Ende der Besatzungszeit durch die Japaner, dem Bruder- Krieg mit Nord-Korea
lange Zeit eine Militärdiktatur.

1980 verloren 2000 Menschen ihr Leben, als das Militär in der Stadt Gwanjin die Demokratiebewegung gewaltsam niederschlug.

Wer sich im Dojang vor der Flagge von Südkorea verbeugt, weil sie dort hängt.
Darf die Augen nicht davor verschließen, in Südkorea wird nicht nur gelächelt.

Das Foto täuscht. Es handelt sich um die politischen Führer von Süd - und Nord- Korea.
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seomin
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Re: Tae Kwon Do und das Militär in Südkorea

Beitrag von seomin »

Tae Kwon Do und das Militär in Südkorea

für mich war und ist Tae Kwon Do / Taekwon-Do, Taekwondo /
immer mehr gewesen als ... das was ein Soldat für den Nahkampf lernt.

Im Dojang lerne ich bei einem " guten " Ausbilder:

- Selbstverteidigung
-Höflichkeit
-Bescheidenheit
-Toleranz
-Integrität
-Durchhaltevermögen
-Selbstdisziplin
-Sozialcourage
-Hilfsbereitschaft

Ich werde keine " Kampfmaschine " noch werde ich unbesiegbar.

Wer meint , er möchte Soldat werden, der soll es tun.
Aber bitte der Wahrheit in die Augen sehen.
Soldaten führen Befehle aus, politische Entscheidungen werden mit Kriegsmitteln verfolgt,
kann wie in Afghanistan nach 20 Jahren Einsatz - völlig in Hose gehen.
Nur unsere politisch Verantwortlichen übernehmen die Verantwortung dafür nicht.
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seomin
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Re: Tae Kwon Do und das Militär in Südkorea

Beitrag von seomin »

Tae Kwon Do und das Militär in Südkorea

ich habe das Thema " Kampfsport oder waffenlose Selbstverteidigung " beim Militär - nicht nur auf das
Taekwondo in Südkorea bezogen.

Soldaten werden je nach Land eine Ausbildung erhalten, die sich nach Heer, Luftwaffe, Marine unterscheidet
und natürlich auch danach, was die militärische Führung für wichtig erachtet.
Nehmen wir den Einsatz in Afghanistan - ob die Taliban eine Ausbildung in Nahkampftechniken ohne Waffen haben?

Ob die Bundeswehr- Soldaten für den Einsatz in Afghanistan besonders vorbereitet wurden?
Am Anfang nicht.
Unsere Soldaten sollten nur Brunnen graben, Brücken, Schulen bauen usw.
Einfach bei Google unter Bundeswehr/Streitkräfte nachlesen.

Der Einsatz in Afghanistan wurde abgeschlossen.
Ob er sinnvoll war?
Diese Frage, bin auf die Antwort gespannt.
Oder warum die Ausbildung der afghanischen Soldaten - über einen längeren Zeitraum -
nichts gebracht hat.

Was als Antwort auf die Machtübernahme durch die Taliban von der Politik kam.
Verwundert etwas, alle waren überrascht.
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