Taekwondo und Waffenabwehr in der Selbstverteidigung, was ist möglich?

Training allgemein, Techniken, rechtliche Grenzen und so weiter
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seomin
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Taekwondo und Waffenabwehr in der Selbstverteidigung, was ist möglich?

Beitrag von seomin » Do 17. Sep 2020, 20:25

Ich lese regelmäßig die Taekwondo - Aktuell und finde immer wieder Artikel, die mich länger beschäftigen.
Dann finde ich in einigen Tageszeitungen Berichte über die Kampfsport-Arten, auch Fotos,
Lehrgangsberichte, die mich verwundern.
Diese Artikel sammele ich und werde vielleicht einige davon zur Diskussion vorstellen.
:)
Die Ausgabe August der Taekwondo- Aktuell - ist die Grundlage für diese Zeilen.
Dort gibt es einen Bericht: Ist Taekwondo zur Selbstverteidigung geeignet?

Der Autor hat den 7. Dan im Taekwondo der WT, 2. Dan Jiu-Jitsu, 2. Dan Kickboxen,1. Dan Allkampf,
10. SG Wing Tsun
hat daher große Erfahrungen in einigen Kampfsport-Arten - wobei ich vermute - überwiegend mit Richtungen die den " waffenlosen Kampf " im Programm haben.

Im Bericht finde ich zwei Fotos , eine Abwehr gegen einen Stockangriff, dann eine Messerabwehr,
alles sieht einfach aus.
Ich denke etwas anders. Was im Training in einer Sporthalle, mit einem guten Partner super klappt, wird es unter dem Stress - ich werde angegriffen - auch gelingen?
Dann sollten wir vielleicht von dem Gedanken ausgehen, der Angreifer wird eine " Waffe " einsetzen die er beherrscht.
Er ist der " Jäger " ich wurde als Opfer ausgesucht.
Daher liegen alle Vorteile auf seiner Seite.
Aus diesem Grund - halte ich - von einem reinen Technik-Training nicht viel.
Habe ich die Möglichkeit die Gefahr zu erkennen, zu vermeiden, denn das gehört zur Selbstverteidigung unbedingt dazu - mache ich das.
In einer Bedrohungssituation spielt sich einiges in meinem Kopf ab, das mein Handeln beeinflußt.
Aber erst, nachdem ich erkannt habe, ich bin das Opfer. Wird mir vielleicht bewußt es wird eng für mich.
Da habe ich vorher nicht aufgepaßt.
Wie einfach ist es - auf den Kampfmodus umzuschalten?
Was kann ich an Techniken noch abrufen?

:o
Daher ist für mich:
Eine mentale Vorbereitung die Grundlage für eine erfolgreiche Selbstverteidigung,
Obwohl trotzdem nicht alles nach Plan ablaufen wird.
Aber ich bin im Kampf-Modus und nicht das leichte Opfer.


Betrachten wir den Angriff mit dem Stock

Einen guten ersten Eindruck in das Kali Concepts - bietet - Band 1 von Isringhausen/Höhle
www.vp-masberg.de

der innerhalb der MAA-I die philippinischen Kampfkunst Kali unterrichtet.
Das Buch beschäftigt sich mit den Grundlagen und stellt im Kapitel: Waffenkunde auf 6 Seiten
" Waffen " vor, die oft unterschätzt werden.
Selbst eine Gabel, eine Zahnbürste am Ende spitz geschliffen,
das Messer in Kreditkartengröße, usw.
natürlich auch die Kali-Stöcke

Als Einführung in das System , das 6er Schlag- Modul . Das er als Angriff und Verteidigung in seinem Kali vorstellt. Einfach lesen und sich einen Überblick verschaffen. Das ist erst der Anfang der Ausbildung.
Deutliche Fotos, kurzer Text und Schritt für Schritt- Fotos laden zum Training ein.
Dabei wird es sehr deutlich, wie groß die Chancen unbewaffnet gegen jemanden sind, der sich intensiv mit dieser Kampfkunst beschäftigt ha
t.
Erwähnen sollte ich noch, es gibt natürlich verschiedene Richtungen und Verbände, die sich mit den philippinischen Kampfkünsten beschäftigen.

Möchte ich einiges über die Selbstverteidigung, Kampfsport-Arten, Waffen, usw. erfahren,
dann finde ich vieles hier:

www.prodefence.at/kampfkunst
Einfach etwas suchen und lesen.
Dann nicht sofort sagen das ist gut oder schlecht. Sondern den Bericht sorgfältig lesen und
darüber dachdenken. Eventuell im " freien Training " mit einem Partner/in etwas davon ausprobieren.
Nur lesen allein ist nicht ein wirklich erfolgreicher Weg.


Zum Thema Messer - Abwehr

finden sich in diesem blog einige Hinweise über verschiedene Messer- Arten.
www.knife-blog.com

Was sich als Einführung in die Abwehr von Messer-Angriffen anbietet, ist mit einem Partner zu üben,
der mit einem Edding bewaffnet ist. Da erfahre ich ohne Schmerzen aber erkenne es an meiner Kleidung
was bei einem wirklichen Angriff passiert wäre.

Aber vielleicht sollte ich mir die Waffen auch ansehen und eventuell einige Probestunden oder einen Lehrgang in einer philippinischen Kampfkunst besuchen und praktisch erleben, wie gefährlich " Waffen "
sind.
Wobei ein Blick in die Tageszeitung genügt, leider, um immer wieder zu lesen die Welt ist nicht sicherer geworden.

Da helfen keine " Waffenverbotszonen " da muß ein Umdenken erfolgen.


Ich habe mich mir einige Bücher über dieses Thema - schon vor langer Zeit gekauft - da gab es im Ju-Jutsu
des DJJV das Modul : Selbstverteidigung noch nicht
Obwohl es sich lohnen könnte, sich anzusehen, was dort angeboten wird.

Hier ist der Link von einem Autor, der einiges anspricht:
www.selbstverteidigung-pur-com.de
Sein Buch : Selbstverteidigung die funktioniert,
Ausgabe 2004 vom Pietsch- Verlag - war mein erstes Buch zu diesem Thema.

Dann sollte ich mir überlegen, was erwarte ich von meiner Kampfsport-Art.
Möchte ich nur für die Selbstverteidigung trainieren oder ist Kampfsport mein Hobby und
der Wettkampf mein Ziel?
Oder ist es der Breitensport, es gibt viele Möglichkeiten.


Aus diesem Grund ist der theoretische Teil der Selbstverteidigung sehr, sehr wichtig.
Erkenne ich die Gefahr im Vorfeld, läßt sich vieles vermeiden und besser 30 Minuten für einen Umweg einplanen. Denn da kann ich mir vieles ersparen.

Tae Kwon Do ist ein Kampfsport, der sich angepaßt hat,
er soll für Kinder, Jugendliche, Senioren und Wettkämpfer sein.
Wir treffen Freunde und wir üben gemeinsam.




Leider werde ich bestimmt keine Antwort erhalten.
Ist sehr schade, würde gerne Euere Meinung dazu erfahren.
Denn immer nur ein Thema vorstellen aber keiner antwortet... wird langweilig.

PS: Den Text umgestellt, gekürzt, es antwortet doch keiner.

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